Die Faustregel: 10–13 % zusätzlich
Als grobe Orientierung gilt: Rechnen Sie zum Kaufpreis noch einmal 10–13 % an Nebenkosten hinzu. Wie viel genau, hängt davon ab, ob Sie eine Bestandsimmobilie oder einen Neubau kaufen.
Bestandsimmobilie: Die Kostenübersicht
| Position | Ungefährer Satz |
|---|---|
| Grunderwerbsteuer (ITP) | 8–10 % des Kaufpreises (regional unterschiedlich) |
| Notarkosten | ca. 0,5–1 % |
| Grundbucheintrag | ca. 0,5–1 % |
| Rechtsanwaltskosten | ca. 1–1,5 % |
Neubau: Andere Steuerlogik
| Position | Ungefährer Satz |
|---|---|
| Mehrwertsteuer (IVA) | 10 % des Kaufpreises |
| Stempelsteuer (AJD) | 1–1,5 %, je nach Region |
| Notar- und Grundbuchkosten | ca. 1–2 % |
| Rechtsanwaltskosten | ca. 1–1,5 % |
Oft vergessen: laufende Kosten ab dem ersten Tag
- IBI (Grundsteuer): jährlich, abhängig vom Katasterwert
- Gemeinschaftskosten: bei Wohnanlagen mit Pool/Garten oft mehrere hundert Euro pro Quartal
- Nicht-Resident-Einkommensteuer: auch ohne Vermietung jährlich fällig (Modelo 210)
- Versicherung: nicht verpflichtend, aber empfehlenswert
Praxistipp: Fragen Sie beim Verkäufer explizit nach den Gemeinschaftskosten der letzten 12 Monate, bevor Sie ein Angebot abgeben – diese schwanken stark zwischen Anlagen mit und ohne Concierge-Service.
Ein Rechenbeispiel
Bei einer Bestandsimmobilie für 400.000 € liegen die Nebenkosten realistisch bei etwa 44.000–52.000 € (11–13 %) – planen Sie diesen Betrag von Anfang an fest in Ihr Budget ein, statt ihn erst bei der Finanzierungsanfrage zu entdecken.
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