Auswandern

Auswandern nach Spanien: Was Sie 2026 wissen müssen

Sonne, Lebensqualität, niedrigere Lebenshaltungskosten – der Traum vom Leben in Spanien ist für viele Österreicher und Deutsche real geworden. Hier die wichtigsten Punkte, die Sie vor dem Umzug klären sollten.

Weißes Haus mit Palmen auf einem Hügel
Symbolbild: Unsplash

Die rechtliche Basis: einfacher als gedacht

Als EU-Bürger genießen Sie die Personenfreizügigkeit – Sie dürfen sich ohne Visum in Spanien niederlassen. Notwendig sind lediglich die NIE-Nummer (spanische Steuer-Identifikationsnummer) und, bei einem Aufenthalt von mehr als 90 Tagen am Stück oder dauerhaftem Wohnsitz, die Registrierung im „Registro Central de Extranjeros".

Krankenversicherung

Bei einem befristeten Aufenthalt deckt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) die medizinische Grundversorgung ab. Wer dauerhaft nach Spanien zieht, sollte klären, ob die Krankenversicherung in Österreich/Deutschland fortgeführt werden kann (z. B. bei Rentnern über das Formular S1) oder ob eine private bzw. spanische Krankenversicherung nötig wird.

Steuerliche Ansässigkeit

Wer sich mehr als 183 Tage im Kalenderjahr in Spanien aufhält, gilt steuerlich als in Spanien ansässig – mit der Folge, dass das weltweite Einkommen dort versteuert wird. Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Österreich/Deutschland und Spanien verhindert eine doppelte Besteuerung, regelt aber im Detail, welches Land welche Einkunftsart besteuern darf. Das sollte unbedingt vorab mit einem spezialisierten Steuerberater geklärt werden.

Praxistipp: Die 183-Tage-Grenze wird von den Finanzbehörden zunehmend genau geprüft (u. a. über Kreditkarten- und Mobilfunkdaten). Führen Sie im Zweifel Buch über Ihre Aufenthaltstage.

Wohnsitz ummelden – oder Zweitwohnsitz behalten?

Viele Auswanderer entscheiden sich zunächst für einen Zweitwohnsitz, um die Entscheidung nicht überstürzt zu treffen. Das ist steuerlich unkomplizierter (Non-Resident-Status), bedeutet aber auch, dass Sie weiterhin in Österreich/Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig bleiben.

Lebenshaltungskosten im Vergleich

Die Lebenshaltungskosten in Spanien liegen je nach Region spürbar unter dem österreichischen/deutschen Niveau – besonders bei Mieten, Gastronomie und Personaldienstleistungen. Immobilienpreise in touristisch geprägten Küstenregionen wie der Costa Blanca oder Mallorca nähern sich allerdings zunehmend mitteleuropäischem Niveau an.

Sprache und Integration

An der Costa Blanca und auf Mallorca gibt es etablierte deutsch- und englischsprachige Communities, was den Einstieg erleichtert. Für die langfristige Integration – Behördengänge, Arztbesuche, soziale Kontakte außerhalb der Expat-Blase – lohnt sich dennoch das Erlernen von zumindest Grundkenntnissen in Spanisch.

Erste Schritte gemeinsam planen

Wir beraten Sie nicht nur zur Immobilie, sondern vermitteln bei Bedarf auch Kontakt zu Steuerberatern und Auswanderungsspezialisten.

Kostenlose Beratung anfragen